Strada in Casentino
Der größte Ortsteil von Castel San Niccolò liegt eingerahmt von Pfarrkirchen und Hügeln
Das Ortszentrum
Besonders reizvoll ist das Ortszentrum mit der Piazza Matteotti, der von den würdevollen Palazzi Vettori und Vettori-Tommasi gesäumt ist. Die Logge del Grano mit fünf Jochen und Rundbögen aus Sandstein und Baldachindecke historischer Machart dominieren den Platz.
Auf der einen Seite befindet sich die Cappella della Visitazione (Kapelle der Heimsuchung) aus dem 16. Jahrhundert. Im Inneren sind Die Heilige gekrönte Maria von Santi di Tito (1580) sowie ein Gemälde von Giovan Francesco Guerrieri mit einer Darstellung der Jungfrau mit dem Kind und Heiligen (ca. 1600) zu sehen.
Neben den Loggen wurde der ehemalige Sitz des Bürgermeisters und der Gemeinde als Bibliothek adaptiert. Stark mit der Geschichte von Strada verbunden ist das „Collegio“, ein imposantes Bauwerk in Panoramalage aus dem 18. Jahrhundert, das sich unmittelbar oberhalb des Zentrums befindet. Früher wurde es zuerst von den Jesuiten, dann von den Salesianern und schließlich von der Diözese Fiesole als Seminar genutzt. Derzeit dient es teilweise als öffentliche Residenz.
Das Handwerk
Strada in Casentino ist aufgrund der alten Sandsteinbrüche in der Gegend als die Stadt des bearbeiteten Steines (Paese della Pietra Lavorata) bekannt und ebenso aufgrund der alten Steinbrüchen von Pietra Serena in seinem Gebiet und der Arbeiten zahlreicher Steinmetze, die die Häuser und Paläste vieler toskanischer Städte verschönert haben. In den ersten Septembertagen findet alle zwei Jahre die „Mostra della pietra lavorata“ statt, eine Schau, an der Steinmetze und Bildhauer aus ganz Italien teilnehmen.
Hier befindet sich auch das Museo della pietra lavorata, eine Ausstellung, die aus dem Bedürfnis entstanden ist, das vielseitige und verbreitete materielle und immaterielle Erbe in Zusammenhang mit dem Stein aus dem Solano-Tal zu dokumentieren, zu studieren, zu interpretieren und weiterzugeben.